Um 9:45 Uhr trafen sich die Mitglieder des Hegerings Rheinberg an der
Fähre Orsoy.
Nach der gemeinsamen Überfahrt begrüßte uns Herr Dr. Meßer
auf dem Parkplatz Kaiserstraße und erklärte uns anhand der
Übersichtskarte die heutige Begehung.(Bild)
Herr Dr. Meßer erläuterte uns die Naturschutzarbeiten in der Rheinaue
Walsum durch die ehrenamtlichen Mitglieder des BUND – Duisburg.
Ziele waren:
- Förderung der Vermessung weiterer Flächen, insbesondere im Norden.
- Entwicklung und Vergrößerung der Röhrigflächen.
- Umzäunung aller Wege, zum Schutz der angrenzenden Flächen, vor allem auch auf dem Deich.
- Förderung der Wiesenvögel im Deichvorland.
- Pflege der Kulturlandschaft, ( Kopfbäume und Hecken)
- Förderung seltene Tier und Pflanzenarten (Sumpf, Wolfsmilch, Sumpfschnecke)
- Ruhigstellung von Flächen zum Schutz von Greifvögeln. (zum Beispiel Schwarzmilan Habicht)
- Verbesserung des Biotopverbund zu anderen Gebieten.
- Entwicklung artenreicher, feuchte Hochstaudenfluren(Anreicherung mit Kernarten)
- Umwandlung aller Ackerflächen in Grünland, mit Hecken.
- Vermehrung extensiv bewirtschafteter Streuobstwiesen.
- Förderung der Artenvielfalt vor allem der Insekten.
Seit dem 1.7.2025 umfasst die Artenliste der Rheinaue Walsum über 4.000 Tier-, Pilz-,und Pflanzenarten.
- Auslagerung aller Grünflächen (weitergehende Beschränkung der Düngung)
- Verbesserung der ökologischen Qualität der Mähwiesen durch Anreicherung mit Kernarten
- Reduzierung aller aller allochthonen Arten in der Biozönose der Rheinaue, vor allem Minimierung invasiver Arten.(Tiere und Pflanzen: Waschbär,Nutria, Goldrute)
- Beseitigung gebietsfremder Gehölze (Rubinie, Roteiche,
Götterbaum)
Während der gesamten Führung erfuhren die Teilnehmer viel über
Pflanzen, Vögel und Insekten. Teilweise entstand an den einzelnen
Haltestellen eine rege Diskussion und eine große Fragestunde, die
Herr Dr. Meßer mit großem Fachwissen beantwortete.
Außerdem konnte bei unserem Rundgang ein erneuter
Brutnachweis des Neuntöters erbracht werden, den alle Teilnehmer
aus nächster Nähe beobachten konnten. (Bild)
Eine weitere Besonderheit waren die seltenen Löffelreiher auf einer
Brutinsel der vielen Wasserflächen, zusammen mit anderen
Wasservögeln und dem Froschkonzert ringsherum war dies einer der schönsten Haltepunkte.
Herr Dr. Meßer hob auch immer wieder hervor, wie wichtig die Zusammenarbeit mit den Jägern
vor Ort in Zusammenhang mit der Reduzierung der invasiven Arten wie Waschbär und Nutria ist.
Außerdem helfen die Jäger bei bestimmten Aktionen tatkräftig mit.
Zum Abschluss der Runde bedankte sich Theo Rötgens als stellvertretender Hegeringleiter für die interessante und fachkundige Führung im Namen aller Teilnehmer.
Text: H.Heuvel
Bilder: R.Welker








Foto: ©J. Meßer, BUND
